Über uns

Profil

Es gibt zahlreiche Organisationen und Projekte, die sich um die Primärausbildung von Kindern in Afrika engagieren. Das ist wichtig und schafft oftmals die Basis für einen ersten Schritt aus Armut und Marginalisierung.

Jedoch darf eine Förderung gerade an diesem Punkt nicht aussetzen. Was ist wenn ein Kind zwar lesen und schreiben kann, es zu Hause aber keine Bücher, keine Stifte und kein Papier findet? Wenn man die Förderung von Bildung als einen Schritt aus der Armut ernst meint, müssen für junge Menschen längerfristige Perspektiven eröffnet werden, die auch an den strukturellen Ursachen von Armut anknüpfen. So kann z.B. ein reguläres Einkommen einer jungen Frau – das durch eine Sekundarschulbildung ermöglich wurde (z.B. als Lehrerin oder Krankenschwester) – die Abhängigkeit einer ganzen Familie von einer von vielen Faktoren abhängigen subsistenziellen Landwirtschaft verringern.

Afrika hat Potential

SISI sieht Afrika als Kontinent mit riesigen Potentialen, trotz aller Probleme.
SISI will daher keine Patenschaftsvermittlung für Schüler in Afrika sein, wie es sie schon zu Genüge gibt. SISI ist ein Verein durch den ambitionierte junge Frauen ein Stipendium für ihre weiterführende Schulbildung bekommen.
Es geht daher explizit nicht um Mitleid, sondern um Investitionen in die Potentiale junger Menschen. Wir erwarten daher auch von unseren Stipendiatinnen, dass sie neugierig und kreativ sind. Sie sollen sich selbst, aber auch die anderen Mitglieder von SISI inspirieren Spenden sind eine Einbahnstraße, SISI ist ein Kreisverkehr!

SISI ist ein mosambikanisch-deutsches Kooperationsprojekt und ist sich des unterschiedlichen kulturellen Kontextes vollkommen bewusst, ohne alle Herausforderungen, die sich daraus ergeben, vorhersehen zu können. Alle Gründungsmitglieder von SISI befinden sich noch im Studium bzw. sind gerade damit fertig geworden. Wir hoffen daher mit der nötigen Kreativität an unser Projekt heranzugehen und einen anderen Beitrag zur Diskussion um Entwicklungspotentiale in Afrika liefern zu können.

Vision

SISI vermittelt Stipendien an junge Frauen in Inhambane/Mosambik um ihnen ihre Sekundarschulbildung zu ermöglichen. Durch die sekundäre Schulbildung erwerben jungen Frauen, die nötige Qualifikation für verschiedene Ausbildungsberufe oder den Zugang zu lokalen Fachhochschulen um ihren Bildungsweg fortzusetzen. Das durch eine Sekundarschulbildung ermöglichte erhöhte Einkommen der Stipendiatinnen kommt einer ganzen Familie und, je nach zukünftigem Berufsfeld, einem größeren Kreise der lokalen Bevölkerung zu gute. Klassische Berufe für Absolventen der Sekundarschule sind z.B. Krankenschwester oder Lehrerin.

Neben diesen sozioökonomischen Zielen geht es SISI aber in erster Linie um eine größere Selbstbestimmung und Emanzipation junger Frauen durch Bildung. In diesem Zusammenhang spielt auch ein, von SISI erhoffter, kritischer Umgang mit HIV/AIDS der Stipendiatinnen in Familie und Gesellschaft eine Rolle.

Gründung

Das Vorbild für SISI e.V. lieferte der Werdegang von Nelly Guambe – eine der Mitbegründerinnen des Vereins. Sie stammt aus der Provinz Inhambane in Mosambik und konnte, gefördert durch diverse Stipendien, ein Studium an der UNISA in Pretoria aufnehmen, wo sie 2007 Henrik Maihack kennenlernte. Gemeinsam erkannten sie, dass vielen jungen Mosambikanerinen eine ähnliche Perspektive verwehrt bleibt, da für sie die Schulbildung mit der Primarstufe endet. Sie setzten sich das Ziel, ambitionierte Schülerinnen auf ihrem Weg in die Sekundarstufe und darüber hinaus zu unterstützen.

Referenzen
Lesen sie über uns

2010
http://www.fluter.de/de/gutes/thema/8938/

2009
http://www.zeit.de/2009/27/C-Gefragt-Mosambik